Einladung zum feierlichen Empfang: Unser München – Naš München – нашиот Минхен – Mynihu ynë – Наш Минхен

Empfang der Landeshauptstadt München anlässlich des 50-jährigen Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und dem ehemaligen Jugoslawien

Die Münchner Stadtgesellschaft hat viele Gesichter und Geschichten und ist in den letzten Jahrzehnten zunehmend internationaler und interkultureller geworden. Seit mehreren Generationen sind Menschen mit einer Migrationsgeschichte aus Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien in München beheimatet.
Dafür gibt es viele Gründe: Ein bedeutender ist das Abkommen zur Anwerbung von Arbeitsmigrantinnen und -migranten mit dem damaligen Jugoslawien, das vor 50 Jahren in Kraft trat.
Diesen Anlass möchte die Landeshauptstadt München nutzen, um sich bei den Münchner
Bürgerinnen und Bürgern aus diesen Ländern für ihre Bereicherung der Münchner Stadtgesellschaft zu bedanken.

Zeit: 29.01.2019, 18:30 Uhr   
Ort: Altes Rathaus

Anmeldung
Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Wir bitten daher um Anmeldung bis spätestens zum 24.01.2019 über folgenden Link:
https://veranstaltungen.stadt-muenchen.de/soz/veranstaltungen/50-jahre-anwerbeabkommen/

oder unter der Telefonnummer: 089/233-40595

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Sozialreferats, des Kulturreferats, des Münchner Stadtmuseums und des Stadtarchivs unter der Federführung der Stelle für interkulturelle Arbeit.

Einladung und Programm als PDF

Nema Problema! Alles kein Problem? Podiumsgespräch und multimedialer Rückblick auf über 50 Jahre Migrationsgeschichte aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten

Am Donnerstag, 18. Oktober 2018, wurde mit einem  Podiumsgespräch „Nema Problema! Alles kein Problem?“ der neue Projekteinblick IV zum Thema 50 Jahre Migration aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten , im Münchner Stadtmuseum eröffnet.

Im Gespräch mit der Migrationswissenschaftlerin Karolina Novinšćak-Kölker, dem ehemaligen Real­schullehrer Stjepan Bergovec, dem Autor und Kulturmanager bei Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. Denijen Pauljević und der 1968 aus Jugoslawien zugewanderten Sozialberaterin Milica Klose begab man sich an diesem Abend auf eine multimediale Spurensuche. Im Mittelpunkt standen die Fragen wie sich München seit dem deutsch-jugoslawischen Anwerbeabkommen von 1968 verändert hat, an welche Strukturen der 1970er und 1980er-Jahre die Kriegsflüchtlinge der 1990er-Jahre anknüpfen konnten und welchen Einfluss die unterschiedlichen Erinnerungsperspektiven auf das heutige Zusammenleben in München haben.

Karolina Novinšćak-Kölker erzählte aus dem wissenschaftlichen Blickwinkel, Milica Klose und Stjepan Bergovec aus erster Hand über ihre Erfahrungen als „Gastarbeiter*innen. Denijen Pauljevic berichtete über die Neunziger und das Jugoslawien-Gefühl von heute. In dem gut zweistündigen Gespräch wurden die fünf Jahrzehnte Zuwanderungsgeschichte gut beleuchtet.

Nema Problema Veranstaltung2

Das Foyer des Stadtarchivs war voll bis zum letzten Platz und es herrschte eine gute Stimmung. Simon Goeke, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Münchner Stadtmuseum am Projekt „Migration bewegt die Stadt“ beschäftigt ist und den Abend moderierte zeigte spannende Archivaufnahmen zum Thema aus den vergangenen Dekaden und rundete den Abend mit ein paar Songs aus der Zeit des ehemaligen Jugoslawiens ab.

Die neuen Projekteinblicke zum Thema sind noch bis zum 17. März kostenlos und barrierefrei im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums zu besichtigen.

Nema Problema Veranstaltung1

Projekteinblicke IV: Nema Problema!? München und die Migration aus Jugoslawien und den Nachfolgestaaten

Nema problema!? Нема проблема!? Nuk ka problem!? Нема проблем!? Brez problema!?
München war und ist, allein durch seine geographische Lage, ein beson­derer Ort für die Migration aus dem ehe­ maligen Jugoslawien und den Nachfolgestaaten. Heute haben etwa 20 Prozent der ausländischen Bevölkerung in München die Staatsbürgerschaft einer der Nachfolge­staaten Jugoslawiens. Vor einem halben Jahrhundert, am 12. Oktober 1968, schlossen die Bundesrepublik Deutsch­land und die Sozialistische Föderative Republik Jugosla­wien ein Anwerbeabkommen. Es war das letzte von insge­samt neun bilateralen Vereinbarungen, die dazu bei­trugen, dass die westdeutsche Wirtschaft ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung hatte.
Es folgten weitere Zuwanderungen aufgrund von Familien­ zusammenführungen, Fluchtmigrationen aus den Kriegs­ gebieten des zerfallenden Jugoslawiens und erneute
Arbeitsmigrationen, insbesondere aus den EU-Staaten Kroatien und Slowenien. Doch auch für viele Menschen aus Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Mazedo­nien und Kosovo ist Deutschland weiterhin eines der wichtigsten Zuwanderungsländer.

In einem neuen Ausstellungs­modul werden bis zum 17. März 2019 Objekte präsentiert, die mit dieser bewegten Geschichte zusammenhängen. Die gezeigten Exponate
wurden von Münchner*innen mit Migrationshintergrund oder ihren Vereinen erworben.

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Ausstellungskatalog erschienen

Schon 1972 verkündete der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel: „München ist … Einwanderungsstadt“. Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München erforschen seit 2015 die Geschichte der Migration nach München aus dieser Perspektive. Die Ergebnisse unserer Forschung werden im Begleitband zur Ausstellung „Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln“ vorgestellt.

Das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung finden Sie hier als Leseprobe
Der Ausstellungskatalog ist im Alliteraverlag erschienen und kostet 29 Euro.

Ausstellungsplakat

 

 

 

Ausstellung „Migration bewegt die Stadt – Perspektiven wechseln“ vom 21.09.2018 bis 29.12.2019 im Münchner Stadtmuseum

Ausstellungsplakat

 

Im Februar 2015 startete das Projekt „Migration bewegt die Stadt“. Ziel des Projektes war und ist es, die Migrationsgeschichte der Stadt langfristig zu sammeln, zu archivieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Als ein großes Projektergebnis freuen wir uns auf die Ausstellungseröffnung „Migration bewegt die Stadt –  Perspektiven wechseln“ im Münchner Stadtmuseum am 20.09.2018

Erste Infos rund um die Ausstellung finden Sie hier

 

Online: Erzählte Geschichte

Am 22.03.2018 wurde das Projektmodul „Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch“ im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums eröffnet. Dort werden sechs kurze Ausschnitte aus einigen der bisher geführten Interviews gezeigt. Die Ausstellungsfläche ist zu den Museumsöffnungszeiten kostenfrei zugänglich.

Für alle, die sich noch weitere Interview-Ausschnitte anschauen möchten, sind hier zwei weitere Videos:

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Hamado Dipama: Die Zeit der Prüfung des Asylantrags

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Feyza Palecek: Die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft

Ausschnitte aus allen bisher geführten Interviews sind auf der Webseite des Stadtarchivs München abrufbar. Die vollständigen Interviews können Sie nach vorheriger Anmeldung im Stadtarchiv einsehen.

Aktualisierung

»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr

leider kann Herr Dr. Hans-Jochen Vogel aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Der Erzählabend wurde daher neu konzipiert:

Die Dokumentation von Migration bildet den Fokus des Erzählabends. Wie ist die Dokumentation von Migrationserfahrung möglich? Welche Orte, Personen und Objekte werden festgehalten? Wie hat sich die Dokumentation durch neue technische Möglichkeiten verändert? In ungezwungener Atmosphäre berichten die Gäste, auf welche Weise sie die eigene Migrationsgeschichte festgehalten haben.

Wie habt ihr das geschafft?
Migration in München seit den 1960er Jahren.
Erzählabend und Diskussion zum Auftakt der Präsentation:
»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr
Mit: Dr. Chong-Sook Kang,
Eleni Tsakmaki, Erdoğan Altındiş
Moderation: Dr. Vivienne Marquart
Die Präsentation der Interviewausschnitte ist bis zum
14. Oktober 2018 im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums
zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch

Quartalsprogramm(2)

Migration prägte Münchens Geschichte seit den ausgehenden 1950er Jahren wie kaum ein anderes Phänomen. Schon 1972 stellte der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel fest: »München ist Einwanderungsstadt«. Die Geschichte dieser Einwanderung ist verbunden mit persönlichen Geschichten von Arbeitsalltag und Freizeit, von Familienleben und politischen Engagement sowie von Ausschlusserfahrungen und Willkommenskulturen. Mit Hilfe von Zeitzeugen-Interviews hält das Projekt »Migration bewegt die Stadt« diese individuellen Perspektiven auf die Gesellschaftsgeschichte Münchens fest. Dieser akteurbezogene Ansatz verbindet die subjektive Erfahrungsebene einzelner Personen mit allgemeinen Fragestellungen zur Migration nach München. Die Präsentation im Münchner Stadtmuseum zeigt mehrere der bisher durchgeführten Interviews in Ausschnitten. Dadurch werden sehr unterschiedliche Aspekte der Münchner Migrationsgeschichte beleuchtet.

Wie habt ihr das geschafft?
Migration in München seit den 1960er Jahren.
Erzählabend und Diskussion zum Auftakt der Präsentation:
»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr
Mit: Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Chong-Sook Kang,
Eleni Tsakmaki
Moderation: Dr. Vivienne Marquart
Die Präsentation der Interviewausschnitte ist bis zum
14. Oktober 2018 im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums
zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Projekteinblicke im Stadtmuseum: Museumslabor Westend

Museumslabor Westend – Muzejski laboratorij Westend – Westend Müze Laboratuvarı – مختبر المتاحف وست أند – Laboratorio del Museo – Μουσειακό εργαστήριο – Musée-Laboratoire WestendRaeume-Migration-20171122_MG_2863Das Westend auf der Schwanthalerhöhe war und ist der Wohnort vieler Münchner_innen, die aus verschiedenen Regionen und Ländern in die Stadt gekommen sind. Heute gilt das Westend als inter­nationales und urban schickes Viertel. Dagegen wurde es in den 1970er- und 1980er-Jahren von Presse und Stadtpolitik als »Ausländerghetto« abgewertet. Migration ist kein Ausnahmefall, sondern stößt soziale, politische und kulturelle Entwicklungen an. Dadurch prägt sie München auf allen Ebenen: »Stadtgeschichten sind auch immer Migrationsgeschichten« (Erol Yıldız).

Im Museumslabor Westend haben Münchner Stadtmuseum und Stadarchiv München mit Bewohner_innen Münchens vor Ort im Juli 2017 Erinnerungen und Objekte über die Migrationsstadt München gesammelt und im Westend eine kollaborative Ausstellung mit neuen Bildern, Erzählungen und Ideen zur Geschichte Münchens gestaltet. Nun zeigt das Münchner Stadtmuseum Ausschnitte des Museumslabors.

Raeume-Migration-20171122_MG_2853Raeume-Migration-20171122_MG_2855

Im Arbeitsleben verdeutlichen sich die politischen Bedingungen für Migrant_innen, da sich die Arbeit auf das Wohnen, Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe auswirkt. Viele Migrant_innen haben Initiativen gegen soziale Ausgrenzung gegründet, bei denen enge Freundschaften und Beziehungen unabhängig der Herkunft und des sozialen Status entstanden sind. In der Migration bekommen Familie und Heimat oft eine neue Bedeutung; Trennungen über Grenzen und Genrationen führen sowohl zu Brüchen als auch zu neuen Bindungen. Das Engagement für Freiheit und Demokratie zwingt Menschen immer wieder zur Auswanderung; die Geschichte eines Münchners, der in den 1980er Jahren vor dem türkischen Militärregime floh und sich im Exil weiterhin politisch engagierte, veranschaulicht dies.

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München danken allen Beteiligten und freuen sich über weitere Erinnerungen, Bilder und Objekte der Migrationsgeschichte Münchens. Nehmen Sie bitte Kontakt zum Team »Migration bewegt die Stadt« auf.

Raeume-Migration-20171122_MG_2862

Raeume-Migration-20171122_MG_2858Seit Juni 2017 zeigen die Kooperationspartner Ergebnisse und Einsichten des Forschungsprojekts in dem neuem Ausstellungsmodul des Münchner Stadtmuseums. Die Präsentationen sind während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei und barrierefrei zugänglich.  Die aktuelle Präsentation läuft noch bis zum 18. März 2018. Die anschließende Präsentation wird ab dem 22. März 2018 zu sehen sein.