Stadtrundgang: „Münchens Kreuzberg ist ganz anders“

Pünktlich zum schönen Wetter haben wir zwei Stadtrundgänge im Programm der Aktionstage Westend!

Stadtrundgang: „Münchens Kreuzberg ist ganz anders“

Eigentlich war die Schwanthalerhöhe schon immer ein Viertel für Zuwanderer. Bekannte und unbekannte Orte im Westend zeugen von dem großen Einfluss, den die Migration auf das ehemalige Arbeiterviertel genommen hat. Der interaktive Stadtteilrundgang betrachtete die Orte jedoch nicht nur von außen. Gemeinsam schauen wir hinter die Fassaden und besuchen verschiedene Akteure im Viertel, die selbst von ihrer Geschichte und ihrem Engagement für den Stadtteil erzählen.

Freitag 24. März von 17.00 bis 19.00 Uhr

Samstag 25. März von 14.00 bis 16.00 Uhr

Treffpunkt ist am Heimeranplatz. Die Teilnahme an den Rundgängen ist kostenlos.

 

 

Tatort „Wohnheim Westendstraße“

Nach dem gut besuchten Erzählabend am Montag im Kulturladen Westend, zeigen wir heute den Tatort „Wohnheim Westendstraße“ aus dem 1976.

Los geht es um 19.30 Uhr in der Ligsalzstraße 8.

Der Eintritt ist frei!

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Filmabend: Tatort „Wohnheim Westendstraße“ (BR 1976)

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Aktionstage im Westend vom 20. bis 31. März 2017

Das Westend auf der Schwanthalerhöhe war und ist der Wohnort vieler Münchnerinnen und Münchner, die aus anderen Ländern in die Stadt gekommen sind. Was heute als internationales Flair und urbaner Schick gilt, wurde in den 1970er- und 1980er-Jahren von Presse und Stadtpolitik kritisch und abwertend betrachtet. Das Viertel wurde zum „Ausländerghetto“ erklärt und die Presse warnte vor dem Untergang eines Stadtteils. Welche Erfahrungen und persönlichen Geschichten stehen aber hinter diesen eindimensionalen Zuschreibungen? Wie sah das Leben in der „Münchner Bronx“ aus Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner aus?

Das Stadtarchiv München und das Münchner Stadtmuseum gehen mit verschiedenen Veranstaltungsformaten im März 2017 diesen Geschichten aus dem Westend nach.

Den Flyer für die gesamte Veranstaltungsreihe finden Sie hier:

Aktionstage Westend Migration bewegt die Stadt

oder auf: auf Facebook

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Gekommen über Verona nach München

Italienische Migrationsgeschichte als europäische Erinnerungskultur

Mit dem deutsch-italienischen Anwerbeabkommen 1955 wurde in Verona die Deutsche Kommission eingerichtet. Bewerberinnen und Bewerber wurden dort gesundheitlich und polizeilich überprüft, um danach im Zug nach München zu fahren. Am Beispiel historischer Bilder und bisher unbekannter Filmaufnahme aus der Anwerbekommission in Verona geben Grazia Prontera (Universität Salzburg) und Philip Zölls (Stadtarchiv München, Projekt „Migration bewegt die Stadt“) Einblicke in das Anwerbeverfahren und berichten über die Lebens- und Arbeitserfahrungen italienischer Migrant*innen in München.

Anschließend diskutieren u.a. Daniela Di Benedetto (Comites, Monaco di Baviera) und Claudio Cumani (Integrationsbeirat Garching) über die Bedeutung der italienischen Migration der 1950er bis 1980er Jahre für aktuelle Migrationsbewegungen nach München und gehen der Frage nach, wie die eigene Geschichte Bestandteil einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur werden und wie diese aussehen könnte.

 

Wo:  Stadtarchiv München, Winzererstraße 68, 80797 München

Wann: 07. März 2017, 19.00 Uhr

Eintritt frei, barrierefrei zugänglich. Der Veranstaltungsort verfügt leider nicht über barrierefreie Toiletten

Kontakt: perspektive.migration@muenchen.de

Die Veranstaltung ist Bestandteil der Reihe „Drinnen oder draußen? Zusammenleben in Europa“, organisiert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Das gesamte Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie hier.

 

Der Bayerische Flüchtlingsrat ist Geschichte!

1986 war es soweit! Engagierte Einzelpersonen, Initiativen und Organisationen wollten ein Zeichen gegen die damalige Asylpolitik setzen und gründeten den Bayerischen Flüchtlingsrat als überparteilichen und überregionalen Dachverband, der sich für die Rechte von Geflüchteten und Migrant_innen einsetzt. Seit nun mehr 30 Jahren bietet der Bayerische Flüchtlingsrat Rechtshilfeberatung und Einzelfallhilfe an und initiiert zahlreiche öffentlichkeitswirksame Kampagnen. Im Sommer 2015 wurden die Materialien an das Stadtarchiv München übergeben und dort sachgerecht archiviert.

Bei der Veranstaltung „Der Bayerische Flüchtlingsrat ist Geschichte“ stellen Philip Zölls (Stadtarchiv München) und Matthias Weinzierl (Bayerischer Flüchtlingsrat) die neu erworbenen Bestände vor und geben an ausgewählten Beispielen Einblicke auf die bewegte Geschichte des Vereins.

Wann: Dienstag, 13. Dezember 2016, 18.30 Uhr

Wo: Stadtarchiv München, Winzererstraße 68, 80797 München

Der Eintritt ist frei!

Gekommen über Verona nach München

Am 20. Dezember 1955 schloss die Bundesrepublik Deutschland mit Italien ein Anwerbeabkommen ab, das die praktische Durchführung der Arbeitsvermittlung regelte.  Alle Arbeiter*innen, die über diese Vereinbarung in die Bundesrepublik kamen, mussten aber zuerst in Verona bei der „Deutschen Kommission“ eine Gesundheitsuntersuchung durchlaufen und konnten anschließend ihren Arbeitsvertrag unterschreiben, bevor es mit dem Zug nach München ging.

Wir suchen Sie!

Für eine geplante Veranstaltung im März 2017 suchen wir vom Projekt „Migration bewegt die Stadt“ Personen, die über Verona nach München kamen und hier lebten und arbeiteten. Wir würden uns freuen, wenn Sie aus ihrer Sicht über ihre Erfahrungen von der Anwerbung berichten können und zusammen mit uns die geplante Veranstaltung durchführen wollen.

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht, am besten per E-Mail:

perspektive.migration@muenchen.de

 

Veranstaltungsreihe „Migration findet Stadt“

Zusammen mit der Münchner Volkshochschule und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München haben wir eine Veranstaltungsreihe konzipiert.

>> Flyer Migration findet Stadt (Pdf)

Die erste Veranstaltung ist am:

12. Oktober 2016, 19.00 Uhr im Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek. Der Eintritt ist frei.

Migration macht München – Stadtentwicklung in der Einwanderungsgesellschaft

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Projekt „Migration bewegt die Stadt“ in der Presse

Natalie Bayer und Dr. Hannah Maischein beschäftigen sich seit letztem Jahr im Rahmen des Projektes „Migration bewegt die Stadt“ im Münchner Stadtmuseum mit den Themen Flucht und Asyl.

Als im September 2015 die Europäische Flüchtlingspolitik in Ungarn zu scheitern drohte, brachen viele Menschen von dort aus nach Deutschland und andere europäische Länder auf. Der Münchner Hauptbahnhof wurde zum Ankunfts- und Weiterreiseort für viele Menschen, die auf der Flucht waren und Asyl suchten.

Zu diesem Anlass haben die Forscherinnen mit verschiedenen Menschen gesprochen sowie über die Politik und relevante Orte recherchiert. Seitdem entsteht dazu am Münchner Stadtmuseum eine Sammlung an Objekten, Bildern, Zeitungsartikeln, Interviews und Filmen.

Ca. ein Jahr nach den bewegenden Ereignissen hat Inga Rahmsdorf die beiden über ihre Aktivitäten am Münchner Stadtmuseum befragt. Am 06.09.2016 war das Interview „Vergessen, nicht verloren“ in der Süddeutschen Zeitung zu lesen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fundstuecke-zur-stadtgeschichte-vergessen-nicht-verloren-1.3149215?reduced=true

Radiobeitrag „Migration als Chance“

Die Mitarbeiter_innen vom Projekt „Migration bewegt die Stadt“ Natalie Bayer, Münchner Stadtmuseum, und Philip Zölls, Stadtarchiv München, wurden als Expert_innen zur Migrationsgeschichte Münchens von Radio Lora befragt.
In dem aufschlussreichen Beitrag „Migration als Chance“ vom 29.07.2016 sind die beiden zwischen 05:08 min. bis ca. 24:30 min. zu hören unter:

http://bit.ly/2ckf2gG

Zum Gedenken an Habil Kılıç an seinem 15. Todestag – Kein Opfer wird vergessen! Hiç Unutmadık!

Vor 15 Jahren wurde Habil Kılıç von Mitgliedern des so genannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ermordet. Als 38-Jähriger Vater und Ehemann erlag Habil Kılıç am 29.08.2001 zwei Kopfschüssen. Er starb in dem Lebensmittelgeschäft seiner Ehefrau, Bad-Schachener-Straße 14 (München Ramersdorf), das die Familie erst im Vorjahr eröffnet hatte. Die Täter begangen ihre Tat mitten am Tag. In unmittelbarer Nähe zum Tatort befindet sich eine Polizeidienststelle; offenbar kauften viele Sicherheitsbeamte häufig in dem Laden der Familie Kılıç ein.

Mit dem Mord begann für seine Familie eine über 10-jährige Konfrontation mit falschen Anschuldigungen, Beleidigungen und zum Teil noch heute unzumutbaren Ermittlungsmethoden mit unerträglichen Folgen für das Leben der Familie Kılıç.

Das Münchner Stadtmuseum gedenkt dem Münchner Habil Kılıç und trauert mit seinen Angehörigen: Kein Opfer wird vergessen! Hiç Unutmadık!

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