Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch

Quartalsprogramm(2)

Migration prägte Münchens Geschichte seit den ausgehenden 1950er Jahren wie kaum ein anderes Phänomen. Schon 1972 stellte der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel fest: »München ist Einwanderungsstadt«. Die Geschichte dieser Einwanderung ist verbunden mit persönlichen Geschichten von Arbeitsalltag und Freizeit, von Familienleben und politischen Engagement sowie von Ausschlusserfahrungen und Willkommenskulturen. Mit Hilfe von Zeitzeugen-Interviews hält das Projekt »Migration bewegt die Stadt« diese individuellen Perspektiven auf die Gesellschaftsgeschichte Münchens fest. Dieser akteurbezogene Ansatz verbindet die subjektive Erfahrungsebene einzelner Personen mit allgemeinen Fragestellungen zur Migration nach München. Die Präsentation im Münchner Stadtmuseum zeigt mehrere der bisher durchgeführten Interviews in Ausschnitten. Dadurch werden sehr unterschiedliche Aspekte der Münchner Migrationsgeschichte beleuchtet.

Wie habt ihr das geschafft?
Migration in München seit den 1960er Jahren.
Erzählabend und Diskussion zum Auftakt der Präsentation:
»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr
Mit: Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Chong-Sook Kang,
Eleni Tsakmaki
Moderation: Dr. Vivienne Marquart
Die Präsentation der Interviewausschnitte ist bis zum
14. Oktober 2018 im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums
zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.


Vogel1
Dr. Hans-Jochen Vogel, von 1960 bis 1972 Oberbürgermeister von München, prägte die Entwicklung der Stadt und deren Migrationspolitik. Die baulichen
Maßnahmen für die Olympischen Sommerspiele 1972, an denen ausländische Arbeiter_innen maßgeblich beteiligt waren, fanden in seiner Amtszeit statt.

kang

Die ehemalige Ausländerbeauftragte der Stadt München Frau Dr. Chong-Sook Kang ist 1969 aus Seoul (Korea) zum Studium nach München gekommen.
Seitdem kämpfte sie gegen Rassismus und für die Belange von Münchner Migrant_innen.

Tsakmaki2

Die Autorin Eleni Tsakmaki kam 1961 aus Zangliweri (Griechenland) nach München. Ihre eigene Migrationserfahrung hat sie in mehreren Büchern
aufgearbeitet.


München ist eine Migrationsstadt. Diese Einsicht erfordert eine neue Erinnerungsarbeit und neue Erzählungen über die Stadt. Seit 2015 arbeiten das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München in dem Projekt »Migration bewegt die Stadt« zusammen. Ziel des Projekts ist es, die Geschichte und Gegenwart der Migration in München dauerhaft zu erforschen, zu bewahren und sichtbar zu machen. Im Zentrum steht die jüngere Geschichte seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart. Mit Veranstaltungen, Aktionen, Programmen und Ausstellungen werden die Resultate
des Projekts präsentiert. Seit Juni 2017 zeigen die Kooperationspartner Ergebnisse und
Einsichten des Forschungsprojekts in einem neuen Ausstellungsmodul des Münchner Stadtmuseums. Die Präsentationen sind während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei und barrierefrei zugänglich.

Das Projekt »Migration bewegt die Stadt« wird von Prof. Dr. Sabine Hess (Georg-August-Universität Göttingen) und Prof. Dr. Johannes Moser (Ludwig-Maximilians-Universität München) wissenschaftlich begleitet und von einem Fachbeirat
unterstützt.

E-Mail: perspektive.migration@muenchen.de
www.migration-bewegt-die-stadt-blog.de

Kontakt
Münchner Stadtmuseum
Projekt: Migration bewegt die Stadt
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München

Stadtarchiv München
Projekt: Migration bewegt die Stadt
Winzererstraße 68
80797 München

Zum Anfang der Seite

Kommentare

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*