Ausstellungskatalog erschienen

Schon 1972 verkündete der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel: „München ist … Einwanderungsstadt“. Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München erforschen seit 2015 die Geschichte der Migration nach München aus dieser Perspektive. Die Ergebnisse unserer Forschung werden im Begleitband zur Ausstellung „Migration bewegt die Stadt. Perspektiven wechseln“ vorgestellt.

Das Inhaltsverzeichnis und die Einleitung finden Sie hier als Leseprobe
Der Ausstellungskatalog ist im Alliteraverlag erschienen und kostet 29 Euro.

Ausstellungsplakat

 

 

 

Ausstellung „Migration bewegt die Stadt – Perspektiven wechseln“ vom 21.09.2018 bis 29.12.2019 im Münchner Stadtmuseum

Ausstellungsplakat

 

Im Februar 2015 startete das Projekt „Migration bewegt die Stadt“. Ziel des Projektes war und ist es, die Migrationsgeschichte der Stadt langfristig zu sammeln, zu archivieren und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Als ein großes Projektergebnis freuen wir uns auf die Ausstellungseröffnung „Migration bewegt die Stadt –  Perspektiven wechseln“ im Münchner Stadtmuseum am 20.09.2018

Erste Infos rund um die Ausstellung finden Sie hier

 

Online: Erzählte Geschichte

Am 22.03.2018 wurde das Projektmodul „Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch“ im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums eröffnet. Dort werden sechs kurze Ausschnitte aus einigen der bisher geführten Interviews gezeigt. Die Ausstellungsfläche ist zu den Museumsöffnungszeiten kostenfrei zugänglich.

Für alle, die sich noch weitere Interview-Ausschnitte anschauen möchten, sind hier zwei weitere Videos:

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Hamado Dipama: Die Zeit der Prüfung des Asylantrags

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Feyza Palecek: Die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft

Ausschnitte aus allen bisher geführten Interviews sind auf der Webseite des Stadtarchivs München abrufbar. Die vollständigen Interviews können Sie nach vorheriger Anmeldung im Stadtarchiv einsehen.

Aktualisierung

»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr

leider kann Herr Dr. Hans-Jochen Vogel aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Der Erzählabend wurde daher neu konzipiert:

Die Dokumentation von Migration bildet den Fokus des Erzählabends. Wie ist die Dokumentation von Migrationserfahrung möglich? Welche Orte, Personen und Objekte werden festgehalten? Wie hat sich die Dokumentation durch neue technische Möglichkeiten verändert? In ungezwungener Atmosphäre berichten die Gäste, auf welche Weise sie die eigene Migrationsgeschichte festgehalten haben.

Wie habt ihr das geschafft?
Migration in München seit den 1960er Jahren.
Erzählabend und Diskussion zum Auftakt der Präsentation:
»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr
Mit: Dr. Chong-Sook Kang,
Eleni Tsakmaki, Erdoğan Altındiş
Moderation: Dr. Vivienne Marquart
Die Präsentation der Interviewausschnitte ist bis zum
14. Oktober 2018 im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums
zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch

Quartalsprogramm(2)

Migration prägte Münchens Geschichte seit den ausgehenden 1950er Jahren wie kaum ein anderes Phänomen. Schon 1972 stellte der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel fest: »München ist Einwanderungsstadt«. Die Geschichte dieser Einwanderung ist verbunden mit persönlichen Geschichten von Arbeitsalltag und Freizeit, von Familienleben und politischen Engagement sowie von Ausschlusserfahrungen und Willkommenskulturen. Mit Hilfe von Zeitzeugen-Interviews hält das Projekt »Migration bewegt die Stadt« diese individuellen Perspektiven auf die Gesellschaftsgeschichte Münchens fest. Dieser akteurbezogene Ansatz verbindet die subjektive Erfahrungsebene einzelner Personen mit allgemeinen Fragestellungen zur Migration nach München. Die Präsentation im Münchner Stadtmuseum zeigt mehrere der bisher durchgeführten Interviews in Ausschnitten. Dadurch werden sehr unterschiedliche Aspekte der Münchner Migrationsgeschichte beleuchtet.

Wie habt ihr das geschafft?
Migration in München seit den 1960er Jahren.
Erzählabend und Diskussion zum Auftakt der Präsentation:
»Erzählte Geschichte – Zeitzeugen im Gespräch«.
22. März 2018, 19.00 Uhr
Mit: Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Chong-Sook Kang,
Eleni Tsakmaki
Moderation: Dr. Vivienne Marquart
Die Präsentation der Interviewausschnitte ist bis zum
14. Oktober 2018 im ersten Stock des Münchner Stadtmuseums
zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Projekteinblicke im Stadtmuseum: Museumslabor Westend

Museumslabor Westend – Muzejski laboratorij Westend – Westend Müze Laboratuvarı – مختبر المتاحف وست أند – Laboratorio del Museo – Μουσειακό εργαστήριο – Musée-Laboratoire WestendRaeume-Migration-20171122_MG_2863Das Westend auf der Schwanthalerhöhe war und ist der Wohnort vieler Münchner_innen, die aus verschiedenen Regionen und Ländern in die Stadt gekommen sind. Heute gilt das Westend als inter­nationales und urban schickes Viertel. Dagegen wurde es in den 1970er- und 1980er-Jahren von Presse und Stadtpolitik als »Ausländerghetto« abgewertet. Migration ist kein Ausnahmefall, sondern stößt soziale, politische und kulturelle Entwicklungen an. Dadurch prägt sie München auf allen Ebenen: »Stadtgeschichten sind auch immer Migrationsgeschichten« (Erol Yıldız).

Im Museumslabor Westend haben Münchner Stadtmuseum und Stadarchiv München mit Bewohner_innen Münchens vor Ort im Juli 2017 Erinnerungen und Objekte über die Migrationsstadt München gesammelt und im Westend eine kollaborative Ausstellung mit neuen Bildern, Erzählungen und Ideen zur Geschichte Münchens gestaltet. Nun zeigt das Münchner Stadtmuseum Ausschnitte des Museumslabors.

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Im Arbeitsleben verdeutlichen sich die politischen Bedingungen für Migrant_innen, da sich die Arbeit auf das Wohnen, Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe auswirkt. Viele Migrant_innen haben Initiativen gegen soziale Ausgrenzung gegründet, bei denen enge Freundschaften und Beziehungen unabhängig der Herkunft und des sozialen Status entstanden sind. In der Migration bekommen Familie und Heimat oft eine neue Bedeutung; Trennungen über Grenzen und Genrationen führen sowohl zu Brüchen als auch zu neuen Bindungen. Das Engagement für Freiheit und Demokratie zwingt Menschen immer wieder zur Auswanderung; die Geschichte eines Münchners, der in den 1980er Jahren vor dem türkischen Militärregime floh und sich im Exil weiterhin politisch engagierte, veranschaulicht dies.

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München danken allen Beteiligten und freuen sich über weitere Erinnerungen, Bilder und Objekte der Migrationsgeschichte Münchens. Nehmen Sie bitte Kontakt zum Team »Migration bewegt die Stadt« auf.

Raeume-Migration-20171122_MG_2862

Raeume-Migration-20171122_MG_2858Seit Juni 2017 zeigen die Kooperationspartner Ergebnisse und Einsichten des Forschungsprojekts in dem neuem Ausstellungsmodul des Münchner Stadtmuseums. Die Präsentationen sind während der Öffnungszeiten des Museums kostenfrei und barrierefrei zugänglich.  Die aktuelle Präsentation läuft noch bis zum 18. März 2018. Die anschließende Präsentation wird ab dem 22. März 2018 zu sehen sein.

Freitag 6. Oktober 2017, 20h: „Migration bewegt die Stadt“ mit zwei Vorträgen zu Gast im Heppel und Ettlich

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1. Dr. Michael Stephan, Leiter des Stadtarchivs München
„Zwischen Türkengraben und Gleis 11. Skizzen zur Münchner Migrationsgeschichte“.

Im Vortrag werden drei ausgewählte Blicke in die Stadtgeschichte Münchens geworfen und gezeigt, dass es Migration ganzer Bevölkerungsgruppen einer Nation in München bereits vor den Anwerbeabkommen der Jahre 1955 bis 1968 gab. Wir hören von „Welschen“ in München im 16. und 17. Jahrhundert, von den ersten Türken in München um 1700 sowie von Griechen in München in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

– Pause –

2. Simon Goeke, Projektmitarbeiter beim Münchner Stadtmuseum
„‚Wir sind alle Fremdarbeiter‘. Migration und die sozialen Bewegungen der 1960er und 1970er Jahre“.

Migration und die Sozialen Bewegungen prägten die Gesellschaft der
Bundesrepublik in den 1960er und 1970er Jahre wie kaum ein anderes
Phänomen. Dennoch wurde diese beiden Konstanten des sozialen Wandels
meist getrennt untersucht. Wie haben sich Gewerkschaften und die
„Achtundsechziger“ mit der Zuwanderung von Millionen von Arbeiterinnen
und Arbeitern auseinandergesetzt? Und wie haben die Migrantinnen und
Migranten Einfluss auf die sozialen Bewegungen der Bundesrepublik
genommen? Der Vortrag beleuchtet verschiedene Streiks und Proteste, die
auch Fotos, Videos und Musik hinterlassen haben. So wird deutlich wie
entscheidend Migration und der gesellschaftliche Wandel der 1970er Jahre zusammenhängen.

Freitag, 6. Oktober 2017

BEGINN 20:00, EINLASS 19:00, PREIS 10 / 8 EURO

Heppel & Ettlich
Feilitzschstraße 12 · 80802 München · www.heppel-ettlich.de

Programm als PDF: http://bit.ly/2htSQ5P

Offenes Museumslabor im Westend 5. bis 16. Juli Galerie Kösk

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München erforschen seit 2015 die Geschichte und Gegenwart der Migration in München. Wir suchen gemeinsam aktiv Geschichten und Objekte, um die Migration in die städtische Erinnerung zu verankern. Während der Kunst- und Kulturtage 2017 sind Bewohnerinnen und Bewohner aufgerufen eine Ausstellung in der Galerie Köşk vorzubereiten.

Das Westend auf der Schwanthalerhöhe war und ist ein Wohnort vieler Münchnerinnen und Münchner, die selbst oder deren Eltern als Migrantinnen und Migranten in die Stadt kamen. Während der hohe Anteil ausländischer Bevölkerung in den 1970er- und 1980er-Jahren Anlass für negative Schlagzeilen und die Abwertung des Westends als „Ausländerghetto“ war, gilt das Viertel heute als beliebter und schicker Stadtteil mit internationalem Flair. Welche Erfahrungen und persönlichen Geschichten stehen hinter den unterschiedlichen Zuschreibungen? Wie gestaltete sich der Alltag für die Bewohnerinnen und Bewohner?

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München laden alle ein, die eigenen Geschichten und Perspektiven zum Ausgangspunkt einer Ausstellung zu machen. Mit verschiedenen Workshops und Zwischenpräsentationen wird sich die Ausstellung verändern und erst kurz vor Ende des Museumslabors fertig sein. Im Anschluss werden Teile dieser Ausstellung im Münchner Stadtmuseum am St.-Jakobs-Platz präsentiert.

Mittwoch, 5. Juli
15.00-19.00 Uhr:
Offener Sammel-Workshop MUSIK
Das Museumslabor sucht nach Schallplatten, Kassetten, Radios, Aufnahmegeräten oder USB-Sticks .
20.00-22.00 Uhr: Öffentliche Präsentation der Stücke mit Erzählungen der Teilnehmenden.

Freitag, 7. Juli
15.00-19.00 Uhr:
Offener Sammel-Workshop KLEIDUNG
Das Museumslabor sucht nach Kleidungsstücken von der Arbeitsstelle, Freizeit und besonderen Anlässen.
20.00-22.00 Uhr: Öffentliche Präsentation der Stücke mit Erzählungen der Teilnehmenden.

Samstag, 8. Juli
15.00-19.00 Uhr:
Offener Sammel-Workshop für ALLES DENKBARE
Das Museumslabor sucht nach Schulheften, Schreibmaschinen, Spielzeugen, Büchern, Briefe und anderen Erinnerungsgegenständen und Erzählungen darüber
Ab 20.00 Uhr: Ein Erzählkunst-Abend mit Özlem Tetik und Monika Wendl
Die beiden Geschichtenerzählerinnen spielen und erzählen alte und moderne Geschichten aus verschiedenen Erzähltraditionen und verweben darin ihre persönlichen Erlebnisse über die Münchner Migration.

Montag, 10. Juli
15.00-19.00 Uhr: Offener Sammel-Workshop FOTOS
Das Museumslabor sucht nach Fotoalben, Kameras oder USB-Bilder-Sticks
20.00-22.00 Uhr: Öffentliche Präsentation der Stücke mit Erzählungen der Teilnehmenden

Freitag, 14. Juli
18.00 Uhr: Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung „Unser Museumslabor Westend“
ab 20.00 Uhr: Ausstellungsbeteiligte erzählen über ihre Erinnerungen an die Migrationsgeschichte vom Westend, moderiert von DJane Ü
ab 22.00 Uhr: Party mit DJane Ü

Das Museumslabor ist zusätzlich zu den Veranstaltungen vom 5. bis 16. Juli jeden Tag ab 15.00 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Sie können auch an diesen Tagen ihre Erzählungen und Objekte über die Migrationsgeschichte des Westends zum Museumslabor mitbringen.

Ort:
Museumslabor in der Galerie Köşk, Schrenkstraße 8, 80339 München

Eintritt frei
Barrierefreier Zugang mit Ausnahme der Toiletten

Programmflyer Museumslabor

Gülsah Stapel (Berlin): Gegenerzählungen. Was eine türkeistämmige Erinnerungstopografie in Berlin alles kann

Vortrag

am Dienstag, 23. Mai, 19.15 Uhr

Ort: Saal des Münchner Stadtmuseums, St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München

In der Vortragsreihe „Stadt – Migration – Citizenship“ berichten die Vortragenden anhand zeitgeschichtlicher und aktueller Forschungsbeispiele über den Zusammenhang dieser drei Aspekte. Ihr Blick richtet sich vor allem auf Städte in Deutschland und sie zeigen dabei, wie Migration und Mobilitäten und die Bedeutung des Städtischen in Bezug auf Bürgerschaft sowie Teilhabe verhandelt wird.

Gülsah Stapel zeigt anhand von Erzählungen ehemals zugewanderter Menschen, wie die Migration den urbanen Stadtraum Berlins geprägt hat und welchen Stellenwert sie im offiziellen Gedächtnis hat.

Eine Kooperation des Instituts für Volkskunde / Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und des Forschungsprojekts „Migration bewegt die Stadt“ des Münchner Stadtmuseums und des Stadtarchivs München

Eintritt frei

Migration Koloquium 2017